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Koerber Case Study

Körber AG

Die Körber AG ist die Holdinggesellschaft eines internationalen Technologiekonzerns mit weltweit rund 11.500 Mitarbeitern. Der Konzern vereint technologisch führende Unternehmen mit über 100 Produktions-, Service- und Vertriebsgesellschaften. An Standorten rund um den Globus verbindet Körber die Vorteile einer weltweit präsenten Organisation mit den Stärken hochspezialisierter und flexibler mittelständischer Unternehmen, die ihren Kunden Lösungen, Produkte und Services in den Geschäftsfeldern Automation, Logistik-Systeme, Werkzeugmaschinen, Pharma-Systeme, Tissue, Tabak und Unternehmens-beteiligungen bieten. Der Körber-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 2,3 Mrd. €. www.koerber.de

Die Anforderung

Im Jahr 2013 wollte die Körber AG ihren Einkauf noch effizienter machen. Das Ziel: Weg von der früheren, vollständig dezentralen Beschaffung und hin zu einem Netzwerk, das im Einkauf variabel zentral und dezentral agieren kann. Denn die Technologieunternehmen weisen aufgrund ihrer unterschiedlichen Felder auch unterschiedliche Spezifika bei der Beschaffung auf. Daher stellte sich bei der Körber AG die Frage, wie man einen Netzwerk-Einkauf steuern kann und dabei sowohl kosten- und prozesseffizienter machen als auch die Besonderheiten jedes Tochterunternehmens abdecken kann. Die Antwort darauf sollte eine einheitliche IT-Plattform geben – als neues Netzwerk für den gesamten Einkauf.

Die Unternehmen sollten in jenen Bereichen kooperieren können, in denen eine Zusammenarbeit für sie Sinn ergibt, um bessere Prozesse wie beispielsweise bei Preisverhandlungen einzuführen. Zugleich sollte diese Lösung an die etwa 20 unterschiedlichen ERP-Systeme naht- und reibungslos angegliedert und zusätzliche Lösungsmodule angeboten werden, die den besonderen Bedarf einzelner Unternehmen abdecken können.

Category Management

„Wir arbeiten nun deutlich effizienter in allen Prozessen, können Bestellungen mit weniger Aufwand auslösen und unsere Mitarbeiter entlasten.“
Dr. Jan Koch, Manager für Prozesse, Methoden und Tools,
Körber AG

Die Lösung

JAGGAER berücksichtige die Wünsche, Besonderheiten und Anforderungen der Körber AG und implementierte als ersten Schritt ein System, welches das Lieferantenmanagement (SRM) des Konzerns abbildet. Anschließend wurden in Tochterunternehmen jeweils einzelne Module ausgerollt, die den individuellen Bedarf im Einkauf optimierten – unter anderem das eRFQ-Tool für weitgehend automatisierte Online-Ausschreibungen sowie das Purchase Order Management (POM) zur Unterstützung im operativen Einkauf.

Die Körber AG legt großen Wert darauf, dass jedes Unternehmen bei Entscheidungen ein Mitspracherecht besitzt und die eigenen Geschäftsspezifika einbringen kann. Daher waren von Beginn der Kooperation an, die Einkaufs- und IT-Leiter aller Unternehmen bei der Definition der Anforderungen an eine IT-Lösung aktiv beteiligt. Sie legten fest, welche gemeinsamen Prozesse durch die Lösung unterstützt werden sollten, was solch ein einheitliches System leisten müsste und welche Besonderheiten pro Unternehmen zu berücksichtigen waren. Eine Herausforderung war, dass die Unternehmen der Körber AG rund 20 unterschiedliche ERPSysteme nutzen. Diese sollten bestehen bleiben, während die Unternehmen zugleich jedoch mit JAGGAER auf einen gemeinsamen IT-Kern im Einkauf zurückgreifen sollten. Der implementierte IT-Kern bestand daher aus einem SRM als zentrale Lieferantendatenbank, welche die unterschiedlichen Prinzipien pro Unternehmen bei der Vergabe von Lieferantennummern berücksichtigt und integriert. Heute ist diese Plattform eine sinnvolle Quelle für Lieferanteninformationen aller Art, die unternehmensintern reibungslos abgerufen und bearbeitet sowie von Lieferanten geprüft und aktualisiert werden kann.

Die Anforderungen an den Einkauf sind bei den Technologieunter-nehmen der Körber AG aufgrund der heterogenen Einsatzfelder sehr unterschiedlich. Beispielsweise möchten große Unternehmen wie die Hauni Maschinenbau GmbH aus dem Geschäftsfeld Tabak definierte Einkaufsprozesse identisch abwickeln und benötigen dafür ein hohes Maß an Formalisierung, um sicherzustellen, dass das Warengruppen- und Freigabenmanagement tadellos, transparent und vollständig funktioniert. Doch auch kleinere Unternehmen wie die schweizerische Dividella AG zählen dazu. Bei diesem Spezialisten für Medizinverpackungsmaschinen wiederholen sich Anfragen deutlich seltener und sind deutlich individueller, sodass der Fokus zunächst auf der effizienten Abwicklung der operativen Beschaffungsprozesse lag.

Die Hauni Maschinenbau GmbH entschied sich für das eRFQ-Tool für Online-Ausschreibungen. Wenn dort ein interner Fertiger voll ausgelastet ist und eine zusätzliche Nachfrage nicht abdecken kann, kann das Unternehmen nun schnell online ausschreiben, automatisiert tausende Materialnummern auf den Markt bringen und dabei bevorzugte Lieferanten nach Warengruppen klassifizieren. Die Dividella AG wiederum konnte dank des Purchase Order Management (POM) von JAGGAER ihren stark operativ ausgerichteten Einkauf im System abbilden. Die Zeitersparnis, die durch das POM erreicht wurde, hat die Körber AG analysiert, indem sie die Prozesse bei Bestellung und Auftragsbestätigung in Schritte unterteilt und gemessen hatte, wie viel Zeit die Mitarbeiter pro Schritt benötigen. Das Ergebnis: eine deutlich zweistellige Prozentzahl beim Gewinn von Arbeitszeit, welche die Mitarbeiter stattdessen für strategische Zwecke einsetzen können. Jedes neue Unternehmen, das sich der Körber AG anschließt, wird grundsätzlich an die Plattform angedockt. Außerdem denkt die Körber AG bereits über neue Features in dem JAGGAERPortal nach, die sie in Zusammenarbeit mit dem Lösungsanbieter entwickeln möchte.

Erreichter Nutzen mit JAGGAER

  • Zentrale Lieferantendatenbank für alle angeschlossenen Unternehmen
  • Freigabe-Workflows nach spezifischen Materialgruppen
  • Automatischer Dubletten-Check für Daten in mehreren ERP-Systemen
  • Schnelle und automatisierte Online-Ausschreibungen (eRFQ)
  • Deutliche Zeitersparnis im operativen Einkauf
JAGGAER Helps Deliver Enhanced Capability to Endeavour Foundation