voestalpine: Der lokale Markt wird global

Machine with red hot coils

Voestapline

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden.

Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie. Im Geschäftsjahr 2015 /16 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 11,1 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,6 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 48.500 Mitarbeiter, die auch mit 14,5 Prozent am Unternehmen beteiligt sind.

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„Wir können uns heute innerhalb des Konzerns einfacher austauschen, abstimmen und dadurch viel effizienter agieren. Jeder Einkäufer hat Zugriff auf einen größeren Lieferantenpool. Der lokale Markt wird durch die Nutzung der zentralen SRM-Plattform global.“

Nikolaus Popper,

Prozessmanager Corporate Procurement,

voestalpine AG

Die Anforderung

Der stahlerzeugende und -verarbeitende High-Tech-Konzern besteht aus 500 spezialisierten und flexiblen Gesellschaften in 50 Ländern auf 5 Kontinenten, die eigenverantwortlich agieren. In den letzten Jahren hat die voestalpine eine konzernale Einkaufsorganisation aufgesetzt und weiterentwickelt. Das Ziel dieser Organisation war und ist die Kooperation zu steigern und die Steuerung zu konzentrieren. Der operative Einkauf wird dagegen von den einzelnen Konzerngesellschaften verantwortet. Es galt einen Weg zu finden, wie trotz dezentraler Arbeitsweise das große Potenzial des Konzerns realisiert werden kann.

Gekauft wird von der voestalpine Gruppe alles, was man für die Stahlproduktion und -weiterverarbeitung braucht: Von Rohstoffen, wie Kohle und Eisen, über Anlagen, wie Hochöfen, Pressen und Stanzen, bis hin zu Hilfs- und Betriebsstoffen, wie z.B. technische Gase, Erdgas und Strom. Auch klassische MRO-Produkte, wie Werkzeuge, Arbeitsschutz-und Sanitärartikel sowie Dienstleistungen rund um Bau, Logistik und IT werden von jeder Gesellschaft eigenständig beschafft. Nicht jede Niederlassung benötigt das gleiche Material, doch selbst beim Büromaterial wurden keine gemeinsamen Aufträge erteilt. Durch das Tagesgeschäft blieb den Einkäufern auch zu wenig Zeit für einen Informationsaustausch und eine bessere Abstimmung mit den Kollegen. Die dezentrale Organisationsstruktur macht die Situation für den Einkauf zu einer Herausforderung.

Die Lösung

Eine SRM-Lösung, die derzeit im Konzern ausgerollt wird, sorgt für die nötige Transparenz, um sich in Zukunft besser abstimmen zu können. Gleichzeitig sollte die Einführung eines eTools die globalen Einkaufsprozesse harmonisieren und dadurch standardisieren. Denn auch in den unterschiedlichen zum Teil unstrukturierten Abläufen lag ungenutztes Einsparungspotenzial im Konzern brach. Einheitliche und automatisierte Prozesse sollen die tägliche Arbeit der insgesamt 400 Mitarbeiter aller Einkaufsorganisationen erleichtern und effizienter machen. Die Ziele waren eine einheitliche Lieferantendatenbank, um aktiv Daten, wie beispielsweise Zertifikate, auszutauschen. Sämtliche Ausschreibungen sollten transparent innerhalb der voestalpine- Gruppe sichtbar sein. Das Unternehmen kann dadurch gemeinsam ausschreiben und von Bündelungseffekten profitieren. Der lokale Markt wird plötzlich global.Für gemeinsame Lieferanten wollte man ein einheitliches Bewertungssystem einführen. Die lokalen ERP-Systeme der Gesellschaften (vorwiegend SAP-Systeme) sollten dabei unberührt bleiben und mit der neuen SRM-Lösung kompatibel sein, sodass keine Daten verloren gehen. Trotz aller Anfangsschwierigkeiten sind die neu gewonnene Transparenz über alle Lieferantendaten und aktuell laufenden Ausschreibungen im Konzern für alle bereits angebundenen Teilgesellschaften von Vorteil.

Erreeichter Nutzen Mit JAGGAER

  • Zentrales SRM-System für besseres Lieferantenmanagement
  • Global einheitliche Lieferantendatenbank
  • Konzernweite Transparenz über Daten und Ausschreibungen
  • Standardisierung und Harmonisierung der Einkaufsprozesse
  • Aktiver und einfacher Datenaustausch von Zertifikaten, D&B Bewertungen, etc.
  • Lokale ERP-Systeme bleiben durch Multi-ERP-Integration unberührt
supplier performance management

Auf Knopfdruck kann sich ein Einkäufer über die globalen Lieferanten einer bestimmten Warengruppe inklusive Zertifikate und Bewertungen informieren. Wird eine Gesellschaft mit einer neuen Bedarfsanforderung konfrontiert, kann ein Blick in das gemeinsame System genügen, um einen passenden Lieferanten zu finden. Die Bedarfsbündelung einzelner Gesellschaften führt durch Sammelbestellungen zu besseren Preisen. Kleinere Standorte können von besseren Zahlungs- und Lieferkonditionen profitieren, wenn eine andere Teilorganisation diese bereits im Vorfeld konzernweit verhandelt hat.Über JAGGAER stehen dem Einkauf und den Abteilungen, mit denen er zusammenarbeitet, alle relevanten Informationen zur Verfügung. Ein Absprung in die lokalen ERP-Systeme ist nicht mehr notwendig. Grundsätzlich darf jeder, der Zugang zum Portal hat, alles sehen. Trotz standardisierter Prozesse kann JAGGAER die Besonderheiten bestimmter Branchen und Warengruppen berücksichtigen. Beispielsweise werden für die Lieferantenbeurteilungen nicht immer dieselben Kriterien herangezogen. Das Ergebnis der Bewertung wird aufgrund der einheitlichen Klassifizierung konzernweit verstanden. Die Vereinheitlichung der globalen und strategischen Einkaufsprozesse innerhalb der dezentralen Organisationsstruktur hat sich bewährt. Die Einkäufer erleben die Arbeitserleichterung täglich. In Zukunft möchte die voestalpine  100  %  ihrer Beschaffungsprozesse über JAGGAER abwickeln und so den Einkauf noch stärker entlasten. Der Standort Linz ist mit allen bisher beauftragten Modulen live. Die anderen Standorte werden Schritt für Schritt angebunden. Mehr als 1.000 Ausschreibungen wurden bereits über die eLösung abgewickelt, rund 2.000 Lieferanten sind auf der Plattform registriert – Tendenz steigend. Der Zugriff auf alle Lieferantendaten im Konzern eröffnet den Einkaufs-organisationen völlig neue Beschaffungsmöglichkeiten auf internationalen Märkten.

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